Fotos und Berichte


Vernissage Ulehlova
Frau Bea Ulehlova ist eine talentierte junge Malerin. Am 10. Januar 2015 um 15:00-16:00 Uhr führt sie bei uns die Vernissage ihrer Bilder durch und stellt sich und ihre Bilder vor.
Beata Ulehlova ist am 22. März 1984 in der Slowakei geboren. Ihr Talent wurde schon in den ersten Lebensjahren vom Vater entdeckt. Sie wurde in der schöpferischen Tätigkeit intensiv gefördert.
Nach der Matura an einer Handelsakademie in Bratislava hat sie sich als 19 Jährige entschlossen, in die Schweiz zu kommen. Denn es gab ein gutes Arbeitsangebot.

Frau Ulehlova erzählt:
Die ersten zwei Jahre in der Schweiz waren die schwersten Jahre in meinem Leben, gleichzeitig die prägendsten. In dieser Zeit habe ich eine Entscheidung getroffen, die mich jeden Tag begleitet. Malerin zu sein als mein Lebensweg.

Ich arbeitete (und arbeite) als Servicemitarbeiterin, hatte das Handelsdiplom vom kaufmännischen Lehrinstitut in Zürich in der Tasche, ein paar erfolglose Bewerbungen gemacht und das Bewusstsein, dass ich ohne weitere Schuljahre in diesem Bereich nicht viel weiter kommen kann.

Ein alter lieber Freund, ein Stammgast, wurde krank. Schwer krank. Früher irgendwann, während unseren Gesprächen, versprach ich ihm, ihn zu zeichnen. Und ich musste es jetzt tun, denn später könnte es zu spät sein. Wieso waren dieses Vorhaben und das Einhalten dieses Wortes so wichtig? Oder eher, warum ist es überhaupt dazu gekommen, dass ich so etwas versprach?
Vielleicht etwas zwischen Himmel und Erde... So tat ich es. Wie es ging, weiss ich gar nicht, aber ich konnte meinen Augen nicht trauen, als ich das fertige Bild sah. Das Malen funktionierte und wie! Es war eine Offengarung und der Anfang zu immer weiteren wundervollen Porträts.
Mein lieber Freund ist nicht mehr da, aber sein Anteil wird nie vergessen.

„Kompass“ hiess eine vorkursartige 3-Semester lange Ausbildung an der Hochschule der Künste in Zürich (damals noch „Hochschule für Kunst und Gestaltung“). Das war eine sehr gute Wahl. Hier verstärkten sich die intuitiven Fähigkeiten, die ich für meinen Lebensweg geschenkt bekommen habe.

Mein Schaffen ist vor allem auf die Menschen gerichtet. Zu meinen Bildern gehören ausser Portraits auch Akte. Ich male teils anhand von Fotos, aber am liebsten male ich einen Menschen, der anwesend ist und posiert. Es ist ein Erlebnis. Ohne Vorbereitung, Skizze, ohne, dass man weiss, was rauskommt. So ein Bild wird dann zu einer persönlichen Geschichte. Bevorzugte Materialien sind Öl auf Leinwand. In letzter Zeit experimentiere ich mit Karton.

Ausstellungen:
- mit der Schweizer Malerin Ladina Frey-Durisch in Uetikon am See ZH, 2011
- Einzelausstellung „Menschen, die ich traf“ in der reformierte Kirchgemeinde Erlenbach ZH, 2012

Ein Zeitungsartikel über Bea Ulehlova:
In Malacky (Slowakei) im Werbebüro des Vaters zeichnete Bea Ulehlova (26) die Makulaturblätter voll, und ihr aussergewöhnliches Talent fiel auf. Sie wurde gefördert und konnte als Wunderkind die Kunstschule besuchen, die sie aber mit Beginn der Pubertät abbrach. Während der Metamorphose der Jugendjahre lag ihr Talent brach, sie rührte keinen Stift an. Nach der Handelsmatura brach sie in die Schweiz auf, jobte als Kellnerin.
Ein alter Mann aus dem nahegelegenen Altersheim beobachtete Bea Ulehlova bei ihrer Arbeit im Restaurant. Ohne um Ulehlovas Geschichte zu wissen, bat er überraschend, ihn zu porträtieren. Nach einigem Insistieren vereinbarten sie eine Sitzung. Ulehlova besorgte sich Malutensilien, das Porträt gelang, und sie fand zu ihrem Talent, zu ihrer Berufung zurück. In den letzten Jahren ist sie vielen Menschen begegnet, die ihr Modell gesessen sind: Gäste aus dem Restaurant, schillernde Persönlichkeiten, Nachbarn. Kraftvoll, sensitiv schält sie die Charakteristiken der Person im Porträt heraus
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